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Individuelle Unterstützung, Notenschutz und Nachteilsausgleich an Schulen in Bayern

Wenn Sie möchten, dass Ihr Sohn oder Ihre Tochter in der Schule Notenschutz erhält, sollte klar nachgewiesen sein, dass eine Lese- und/oder Rechtschreibstörung (Legasthenie) vorliegt. Bei Notenschutz wird in Proben oder Schulaufgaben beispielsweise die Rechtschrift nicht benotet. Dies wird dann auch im Zeugnis vermerkt.

 

Zusätzlich sind auch möglich: Individuelle Unterstützung und Nachteilsausgleich. Beim Nachteilsausgleich bekommt Ihr Kind bei Prüfungen bestimmte Erleichterungen, zum Beispiel mehr Zeit zum Lesen von Aufgabentexten. Der Nachteilsausgleich steht nicht im Zeugnis. Über Notenschutz und Nachteilsausgleich entscheidet der Rektor der Schule.   

 

Im Unterricht und bei den Hausaufgaben kann ein Kind mit Lese-Rechtschreibstörung ebenfalls Erleichterungen erhalten, etwa die Verwendung einer größeren Schrift beim Lesetext oder die Verringerung der Hausaufgaben. Dies wird individuelle Unterstützung genannt.   

 

Diese Regelungen gelten seit dem Schuljahr 2016/17 für alle bayerische Schulen, also auch im Raum Landshut und Dingolfing. Falls in früheren Jahren für Ihr Kind etwas anderes galt, sind Übergangsregelungen möglich.  

 

Vor dem Schuljahr 2016/17 sprach man im bayerischen Schulsystem oft von einer Lese-Rechtschreibschwäche. Dieser Begriff wird inzwischen eher dann verwendet, wenn die Schwierigkeiten nicht so ausgeprägt sind wie bei einer Lese-Rechtschreibstörung. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist der Begriff Lese-Rechtschreibschwäche nach wie vor sehr verbreitet.  

Wer stellt fest, ob Ihr Kind Legasthenie oder LRS hat?

Entsprechende Überprüfungen machen Schulpsychologen und Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Dabei kommen unter anderem ein standardisierter Lesetest, ein Rechtschreibtest und ein Leseverständnistest zum Einsatz. 

 

Die Diagnostik beim Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie ist ganzheitlich und berücksichtigt die gesamte seelische und körperliche Verfassung Ihres Kindes. Dazu mehr weiter unten.  Die oben erwähnten Tests verwende ich übrigens auch, um festzustellen, ob Ihr Kind in der Therapie Fortschritte machen konnte.

 

Für Ihren Antrag auf Notenschutz oder Nachteilsausgleich benötigen Sie immer die Diagnostik eines Schulpsychologen oder eines Facharztes für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Damit stellen Sie einen entsprechenden Antrag beim Rektor der Schule Ihres Kindes. 

Warum benötigt Ihr Kind eine Legasthenietherapie auf wissenschaftlicher Grundlage?

Notenschutz, Nachteilsausgleich und individuelle Unterstützung können Ihrem Kind in der Schule einige Erleichterung verschaffen. Doch es lernt so nicht, flüssiger zu lesen und deutlich weniger Rechtschreibfehler zu machen. Denn Legasthenie und LRS bleiben bestehen ohne gezielte Legasthenietherapie. Die meisten Menschen unterschätzen zum Beispiel, welch negative Folgen später ungenügende Lesefähigkeiten haben können: Ab der 5. Klasse wird nämlich von Schülern erwartet, dass sie anspruchsvolle Texte so gut lesen, dass sie sich voll auf den Inhalt konzentrieren können. Das fällt aber den meisten Schülern mit einer Lesestörung schwer. Sie sind noch mit dem eigentlichen Leseprozess so stark beschäftigt, dass sie vom Textinhalt zu wenig mitbekommen. Ihr Leseverständnis ist deshalb zu gering. Dies wirkt sich in vielen Fächern ungünstig aus, nicht nur in Deutsch. Das kann dann den Besuch von Realschule oder Gymnasium erheblich erschweren. Wer später vielleicht studieren will, muss lange, anspruchsvolle Texte schnell und sicher lesen zu können. Eine unbehandelte Lesestörung ist da sehr hinderlich.  

 

Ähnliches gilt für die Rechtschreibstörung. Obwohl im Aufsatz die Rechtschreibfehler nicht benotet werden, kostet es Legastheniker viel Kraft, überhaupt einen Text zu Papier zu bringen. Da bleibt für das Nachdenken über Textinhalt und gute Formulierungen keine Energie. Entsprechend unerfreulich ist dann oft die Aufsatznote. Auch im späteren Berufsleben vermitteln E-Mails voller Fehler keinen kompetenten Eindruck.      

 

Darum braucht ein Kind mit LRS oder einer Lese- und Rechtschreibstörung eine Legasthenietherapie auf wissenschaftlicher Grundlage. Das ist eine ganzheitliche Lerntherapie, die hilft, das Lesen und die Rechtschreibregeln von Grund auf zu beherrschen. Nur so kann Ihr Kind im Bereich Lesen und Rechtschrift echte Fortschritte erzielen. Außerdem hilft die Legasthenietherapie Ihrem Kind, neues Selbstbewusstsein zu entwickeln und motiviert zu lernen.

 

Der Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) hat für die Ausbildung von Legasthenietherapeuten Richtlinien erarbeitet, die in der Fachwelt breite Anerkennung genießen. Zum wissenschaftlichen Beirat des BVL gehören angesehene Fachleute, z. B. Prof. Dr. med. Gerd Schulte-Körne, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität München. Meine Ausbildung zur Legasthenietherapeutin folgte exakt den Richtlinien des BVL. Ich orientiere mich bei meiner Arbeit an der S3 Leitlinie zu Diagnostik und Therapie der Lese- und Rechtschreibstörung. Diese wissenschaftliche Leitlinie liegt seit 2015 vor und wurde von den führenden wissenschaftlichen Gesellschaften aus Medizin, Psychologie und Pädagogik verabschiedet. Zuvor wurde eingehend überprüft, welche Verfahren tatsächlich den Kindern helfen können. Nur solche Verfahren verwende ich.     

 

Für eine erste, kostenlose Therapiestunde rufen Sie an unter den beiden Nummern:  

08707 93 84 318 oder 0160 98 10 20 15

Wann benötigen Sie eine Diagnose vom Facharzt?

Wenn Ihr Kind nachweislich an einer Lese-Rechtschreibstörung, einer isolierten Lesestörung oder einer isolierten Rechtschreibstörung leidet, übernimmt - unter bestimmten Umständen - das Jugendamt Ihres Landkreises die Kosten einer Legasthenietherapie. Ob die Bedingungen dafür erfüllt sind, stellt ein Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie fest oder ein Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Er verschafft sich ein umfassendes Bild von der Situation Ihres Sohnes oder Ihrer Tochter. Seine Diagnostik liefert auch für die Lerntherapie wertvolle Hinweise.

 

Darum kann ich Ihnen den Besuch beim Facharzt auf jeden Fall empfehlen. Das gilt insbesondere, wenn Ihr Kind vor dem Schulbesuch häufig über Bauchweh, Übelkeit oder Kopfweh klagt. Der Facharzt ist auch der richtige Ansprechpartner, wenn Sie den Eindruck haben, Ihr Kind kann sich sehr schlecht konzentrieren oder es wirkt auf Sie besonders bedrückt oder ängstlich.  

Sie möchten Ihr Kind zur Legasthenietherapie anmelden? Rufen Sie mich an, dann können wir einen kostenlosen ersten Termin vereinbaren!

 

Tel. 08707 93 84 318 oder Handy               0160 98 10 20 15